Corona – und der Umgang mit der Ungewissheit

Was bedeutet Gegenwart wenn sie doch so ungewiss ist? Was bedeutet noch die Zukunft wenn man sie nicht planen kann?
Corona - und der Umgang mit der Ungewissheit

Kaum etwas ist so schwer zu ertragen wie die Ungewissheit, denn es gibt sie nicht mehr – die Planbarkeit unserer Zukunft. Der Blick in die Zukunft, welche bis jetzt durch Prognosen vorhergesagt werden konnte,  ist nun im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr möglich. Unser Ausblick ist getrübt, die klare Sicht fehlt und Eintrittswahrscheinlichkeiten können nicht mehr berechnet werden. Wir befinden uns in einem Vakuum – aufgrund der Diskrepanz zwischen notwendiger und vorhandener Informationen um Prognosen abgeben zu können. Es entstehen dadurch nicht einschätzbare Risiken und Ungewissheiten in Hinblick auf eine Ergebniswirksamkeit – vergleichbar mit einem Lotteriespiel.

Eines ist jedoch sicher: Ungewissheit führt zur Unsicherheit und in weiterer Folge zu Stress. Stress resultiert aus einem Zusammenwirken von einer äußeren objektiven Gefährdung sowie dessen subjektiver Empfindung des Betrachters. Er entsteht durch das Fehlen von  äußerer und innerer Sicherheit. In Ermangelung von Bewältigungsstrategien kann es zu einem Gefühl der Bedrohung kommen, da das eigene System überfordert ist. Dies ist besonders dann bemerkbar, wenn Personen in unserem Umfeld beginnen ganz sonderbar zu agieren und unverhältnismäßig reagieren.

Aber gerade da liegt auch eine große Chance, denn wenn die Zukunft nicht mehr planbar ist können wir uns im „Hier und Jetzt“ mit uns selbst auseinandersetzen und mit der Ungewissheit umgehen lernen. Dazu braucht es Zuversicht und Mut, denn hinter der Ungewissheit und den Stressreaktionen ist meistens das Gefühl der Angst versteckt. Angst ist eine defuse Reaktion, welche uns um uns selbst kreisen lässt. Ich nehme immer mehr Menschen wahr, welche angsterfüllt und vollkommen verloren sind. Dieses oft nicht bewusst wahrgenommene Gefühl wird sehr oft hinter einer „Maske“ mit dem Slogan „Ich habe alles im Griff“ versteckt. Es ist die Ungewissheit die uns ängstlich macht. Es ist ein mentaler Zustand, der sich deshalb einstellt, wenn man nicht weiß, wie sich etwas entwickeln wird. Dies ist tatsächlich beängstigend, da man das Gefühl hat die Kontrolle zu verlieren.  

Zusätzlich beobachte ich nun schon seit längerer Zeit, dass es immer mehr Menschen gibt, welche irgendwelche Verschwörungstheorien unterstützen oder ihrer Wut gegen die Politiker und deren verhängten Restriktionen freien Lauf lassen. Eine Anschuldigung folgt der nächsten und es wird ein Schuldiger gesucht, dem die gesamte Verantwortung übergeben werden kann. Hier zahlt es sich durchaus aus einen Faktencheck zu machen und diese Theorien und Vermutungen kritisch zu hinterfragen. Es macht auch durchaus Sinn sich auf die Reise in die eigene Angst zu begeben. Hat diese wirklich nur mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu tun oder handelt es sich dabei vielleicht um eine verdrängte Angst aus früheren Erfahrungen? Aus meiner Sicht ist es ein Versuch das Außen für die eigenen Gefühle, welche ich in meinem Inneren nicht fühlen möchte, verantwortlich zu machen. Es ist eine Projektion, denn alles was mich im Außen stört oder was ich nicht fühlen möchte, ist ein abgespaltener und nicht integrierter Teil von mir.

Es ist nun an der Zeit die Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen, denn das ist das Einzige, welches ich in Zeiten der Unsicherheit tatsächlich verändern kann. Wenn ich die eigene Angst anerkenne und fühle, komme ich in die Selbstermächtigung und in weiterer Folge zur Handlungsfähigkeit. Dies würde auch den Fokus vom Problem zur Lösung lenken.  Vor allem in Zeiten der Ungewissheit ist es von Vorteil ein Bewusstsein für die eigenen Gefühle zu entwickeln. Dies erfordert Mut, Flexibilität und Offenheit, aber nur so entstehen  Handlungsspielräume, in welchem neue Entwicklungen stattfinden können.

Die Corona-Krise wird uns persönlich als auch als Gesellschaft nachhaltig verändern. Wir können gemeinsam unsere Angst besiegen und dadurch wachsen sowie Resilienz entwickeln, in den Egoismus abwandern wo jeder sich selbst der Nächste ist oder in den Rückzug und in die Abschottung gehen.

Wachstum, Stillstand oder Rückschritt. Die Entscheidung liegt bei uns!

Nutzen Sie diese spezielle Zeit, um sich selbst wahrzunehmen und sich Unterstützung in Form eines Coachings zu holen: https://www.transformationandgrowth.com/. Es ist ein sehr guter Zeitpunkt um nachhaltig Veränderungen einzuleiten.

Ihre

Angelika Kogler

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Mag. iur Angelika Kogler, EMBA

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Transformationsberaterin & Business Coach

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